Praxis ! - HPV / Human Papillom-Virus / Gebärmutterhalskrebs / HPV-Impfung
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HPV-Impfung (gegen Gebärmutterhalskrebs):
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Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Täglich sterben in Europa 40 Frauen an dieser Krankheit.
In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 6.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, etwa 2.000 Frauen in Deutschland sterben jährlich daran.
Gebärmutterhalskrebs ist nicht erblich, sondern wird durch Viren verursacht: die sogenannten humanen Papillomviren. Die humanen Papillomviren sind weit verbreitet und leicht übertragbar. Jeder, der Geschlechtsverkehr oder andere sexuelle Beziehungen mit einem Träger der humanen Papillomviren hatte, kann sich angesteckt haben.
Es gibt insgesamt über 100 Papillomvirustypen. In Abhängigkeit von ihrem krebsauslösenden Potenzial werden sie in Hochrisikotypen (high-risk HPV) und Niedrigrisikotypen (low-risk-HPV) eingeteilt.
Die Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18 verursachen zusammen etwa 75% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs.
Die Niedrigrisikotypen HPV 6 und HPV 11 verursachen zusammen etwa 90% aller Genitalwarzen.
Die beiden HPV-Impfstoffe (Gardasil® / Cervarix®) schützen vor Gebärmutterhalskrebs,
Gardasil ® beugt außerdem Genitalwarzen der Typen 6 und 11 vor.
Die Impfungen sind gut verträglich, schwerwiegende Nebenwirkungen oder Impfreaktionen wurden bisher nicht beobachten.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Impfung für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Wirksamkeit der Impfstoffe wurde an Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren bewiesen. Ob ältere Frauen von einer Impfung profitieren würden, wurde bisher noch nicht untersucht.
Eine durch Papillomviren verursachte Abstrichveränderung (Pap IIID oder IV) kann nach heutigen Erkenntnissen nicht durch eine Impfung beeinflusst werden. -
Eine Impfung nach Konisation (operative Entfernung von Krebsvorstufen) erscheint trotz fehlender Datenlage unter dem Ziel der Vermeidung einer sofortigen Neu-Ansteckung durch den Sexualpartner in jedem Alter sinnvoll.
Zur Zeit darf die HPV-Impfung auf Kassenrezept
nur für weibliche Versichterte und im Alter von 12 bis 17 Jahren erfolgen!
- Tell
someone - Eine Informationsseite über den Gebärmutterhalskrebs
- Bedeutung auffälliger Abstrich‐ / Pap‐Befunde und weitere Vorgehensweise (.pdf)
- HPV-Impfung - teuer, aber tauglich (Stern 20.08.2009 / .pdf)
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